Was deine schöne Geburt mit Weihnachten zu tun hat.

An Weihnachten feiern Christen die Geburt von Jesus Christus. Dass er aus einer unbefleckten Empfängnis entstanden sein soll ist eine „Tatsache“, die sicher nichts ist deiner Schwangerschaft zu tun hat. Aber gibt es vielleicht andere Parallelen zwischen der Geburtsgeschichte von damals und deiner bevorstehenden und schönen Geburt? Schauen wir uns die Gegebenheiten von damals ein bisschen genauer an.

Maria‘s schöne Geburt…

Maria und Josef haben sich, bekanntermassen, in einem Stall niedergelassen, in dem Maria dann auch ihren erstgeborenen Sohn zur Welt bringen wird. Weisst du, wie es dazu kam, dass sie in einem Stall gebärt? Bethlehem ist die Heimatstadt von Josef und weil also vor gut 2000 Jahren eine Volkszählung durchgeführt werden sollte, mussten sich alle Menschen in ihrer Heimatstadt einfinden. Für Frauen galt, dass sie mit ihrem Mann mitzugehen haben. Somit hat sich das Paar nach Bethlehem begeben und dort ein Zimmer für die Nacht gesucht.

Weil aber viele andere Leute auch dorthin gekommen waren, um sich zählen zu lasen, war die Stadt quasi ausgebucht und den beiden blieb nichts anderes übrig, als einen Plan B zu entwerfen. Sie fanden dann also diesen besagten Stall, in welchem es keine Wiege hatte, dafür eine Futtergrippe und jede Menge Tiere. In der Bibel steht, Maria habe „ohne Mühen, ohne Verletzungen und ohne Schmerzen“ geboren. Das klingt nach einer schönen Geburt, das klingt strebenswert! Was kannst du aus dieser, auf den ersten Blick vermeintlich unbequemen, Geburt für deine schöne Geburt mitnehmen?

Um eines vorweg zu nehmen: ich bin nicht hier, um zu missionieren. Ich entwende dieses zentrale Thema der Bibel einfach aus zeitlich gegebenem Anlass um zu erläutern, was tatsächlich in der heutigen Zeit zu einer Geburt führen kann, die als „schön“, „ohne Mühen“ beschrieben wird und „ohne Verletzungen“ verläuft.

…unter unschönen Bedingungen.

Klar, die Situation – allen voran für die schwangere Maria – war alles andere als rosig: da spürt sie, dass sich ihr Baby auf den Weg macht, sucht einen Ort zum gebären und wird abgewimmelt. Sollte sie also in diesem Moment bereits Wehen bzw. Wellen gespürt haben, kann es sehr gut sein, dass diese zunächst wieder stoppen.

Kein Wunder! Ihr Kopf und ihr Körper spüren ganz deutlich: „Hey, hier ist jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt, um ein Kind auf die Welt zu bringen – denn wir sind aktuell in einer absolut unsicheren Situation. Wer weiss, vielleicht kommt zudem gleich noch der Säbelzahntiger vorbei, man weiss ja nie, was einen so erwartet.“ (Selbstverständlich war Maria‘s Programmierung genauso aus der Steinzeit, wie es unserer heute immer noch nachgesagt wird). Maria‘s Wehen hören also erstmal auf. Ihr Geburtsverlauf wird zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr weit fortgeschritten sein, denn das Stoppen der Wehen lässt ihr die Möglichkeit, weiterzuziehen und einen anderen Ort für ihr Vorhaben aufzusuchen. 

Stall wird zum idealen Geburtsort für Maria.

Diesen Ort finden sie dann auch. Ob es nun exakt ihrer Vorstellung entspricht, in einem Stall zu gebären, darüber dürfen wir uns natürlich eine Meinung bilden. Aber schau dir einmal die Gegebenheiten an, die dort herrschen: 

Schwaches Licht (eine einfach Laterne).

Angenehme Umgebung (weiches Stroh). 

Wärme (durch die Tiere). 

Abgeschiedenheit (ein einfacher Stall steht nicht mitten auf dem Dorfplatz).

Ruhe (nur Josef ist da).

Und dort bringt sie ihren Erstgeborenen „ohne Mühen, ohne Verletzungen und ohne Schmerzen“ zur Welt. Eine schöne Geburt.

So schaffst du dir den idealen Geburtsort.

Wenn du dir für dich und dein Baby eine schöne Geburt wünschst, dann achte darauf, dass du an deinem Geburtsort die genannten Punkte realisierst.

Moderne Krankenhäuser, Spitäler und Geburtshäuser wissen heute, wie wichtig es für die Unterstützung des Geburtsverlaufs ist, „Atmosphäre“ zu schaffen. Dazu gehört z.B. das Licht zu dimmen, ein ansprechendes Ambiente zu schaffen, mit Düften und Farben zu arbeiten und verschiedenste Möglichkeiten bereitzustellen, mit deren Hilfe die Frau ihre Position variieren kann. Die Schwangere soll sie so wohl wie möglich fühlen.

Und wie steht es mit Abgeschiedenheit und Ruhe? Nun, das sind Parameter, die vor allem Krankenhäuser und Spitäler nur bedingt versprechen können und auf deren Wahrung du dich keinesfalls verlassen solltest.

Denn du kannst nicht wissen: 

  • Wie viele Frauen gleichzeitig mit dir in den Wehen liegen werden, also wie viele Frauen von den diensthabenden Hebammen begleitet werden – ergo wie eng du begleitet werden wirst.
  • Ob dir deine Hebamme sympathisch sein wird und du dich ihr problemlos öffnen und Vertrauen schenken kannst.
  • Wer sonst noch vom Klinikpersonal im Gebärsaal sein wird.
  • Welche Geräusche du aus dem Klinikgeschehen hören wirst.
  • Und was sonst noch alles auf dich einwirken wird, einfach weil es neu und unerwartet für dich ist. 

Dies alles geschieht nicht aus „böser Absicht“ von Klinik oder Klinikpersonal (und ich möchte betonen, dass es auch in Geburtshäusern Störfaktoren geben kann). Dennoch ist dort eine Geburt (und somit auch deine Geburt) Daily Business, es setzen Automatismen ein und das Einfühlungsvermögen für die schwangere Frau setzt aus – vor allem dort, wo die personelle Besetzung eng ist. 

Nicht alles kannst du für eine schöne Geburt beeinflussen, aber etwas ganz Entscheidendes schon.

Das ist häufig, sehr häufig die Realität und erstmal keine gute Basis für eine schöne Geburt, so wie Maria sie beschrieben hat. Zum Glück hast du die Fähigkeit, diese unvorteilhaften Voraussetzungen unschädlich zu machen und zwar mit einer Geburtsvorbereitung, die dich mental darauf vorbereitet und dich mental kraftvoll macht.

Indem du dich in den Wochen und Monaten vor deiner Geburt mit gezielten Übungen, wie zum Beispiel mit der Visualisierung deiner schönen Geburt, stark machst, werden dir negative Ausseneinflüsse nichts ausmachen und dich im Gegenteil sogar noch stärker und konzentrierter werden lassen. 

HypnoBirthing ist die geburtsvorbereitende Methode, die dir genau das Werkzeug gibt, welches du für deine Geburt brauchst. Ob du danach die gleichen Worte wählen wirst wie Maria, das weiss ich nicht. Aber sicher bin ich mir darin, dass du deine angstfreie Geburt als eine selbstbestimmte und schöne Geburt beschreiben können wirst. 

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