Angstfrei in die Geburt gehen.

Jeden Tag bringen zig-Millionen Frauen auf der ganzen Welt Kinder auf die Welt. Also alles easy. Du musst echt keine Angst vor der Geburt haben.

Habe ich aber doch! Ich habe Angst! Angst vor den Schmerzen. Angst vor Komplikationen. Angst, es nicht zu schaffen. Angst, dem allen nicht gewachsen zu sein.

Verdammt, ich habe Angst vor der Geburt!

Da hilft es nichts, dass „ein Kind gebären“ eine der natürlichsten Sachen der Welt ist. Dein Innerstes sagt dir etwas anderes. Es sagt dir: Es kann so viel Negatives passieren. Weil du es gehört hast. Weil du es gelesen hast. Weil du es selbst erlebt hast.

Deine Angst ist natürlich.

Wissenschaftlich betrachtet ist Angst ja eine ganz natürliche Reaktion. Blutdruck und Herzschlag steigen, die Muskeln ziehen sich zusammen. Unser Körper ist bereit für die Flucht. Der Sympathikus übernimmt das Steuer in deinem vegetativen Nervensystem.

Angst hemmt den Geburtsfortschritt.

Leider ist Angst aber alles andere als gut und förderlich für deine Geburt. Die Wirkung des Sympathikus auf deinen Geburtsfortschritt habe ich dir in diesem Artikel bereits beschrieben. Deine Angst sitzt wahrscheinlich tief und es reicht einfach nicht aus, dass du dir immer wieder sagst: Es wird schon alles gut kommen.

Die Angst sitzt tief.

Und gerade dann, wenn du dir eine Geburt wünscht, die du als positiv erleben möchtest, die möglichst ohne Interventionen passiert, die immer weiter fortschreitet und bei der du das Gefühl hast, du bist selbstbestimmt und voller Selbstbewusstsein, dann ist es Zeit, dass du dich deinen Ängsten stellst.

Schreib dir deine Ängste auf.

Dazu nimmst du dir eine halbe Stunde Zeit und schreibst dir all deine Ängste, Sorgen und Zweifel auf, die dir im Bezug auf deine bevorstehende Geburt in den Sinn kommen. Schreib sie auf. Alle.

Im nächsten Schritt überlegst du dir, woher jede dieser Ängste kommen. Sind es Geburtserfahrungen anderer? Dann mach dir bewusst: Es sind die Erfahrungen, die andere Frauen gemacht haben. Es sind nicht deine Erfahrungen.

Sind es Dinge, die du gelesen hast; Dinge, die passieren können? Dann sei dir darüber im Klaren: Das sind Geschehnisse, die anderen Person passiert sind. Es ist nichts, was dir passieren muss.

Sind es Erfahrungen, die du selbst in einer vorhergehenden Geburt gemacht hast? Dann besinne dich darauf: Jede Geburt ist einzigartig und verläuft anders. Die Geburtserfahrung aus der Vergangenheit gehört zu einer anderen Schwangerschaft und Geburt als zu deiner jetzigen Situation.

Reichen „gute“ Gedanken für eine angstfreie Geburt?

Die Erkenntnisse darüber, was deine Ängste sind, wo sie herkommen und wie wenig sie mit dir und deiner aktuellen Lage zu tun haben, ist jedoch nur der erste Schritt. Denn Ängste sitzen tief, sie sitzen in deinem Unterbewusstsein. Dort sitzen sie in Form von Glaubenssätzen, die dein Denken und Handeln massgeblich beeinflussen. An diese festsitzenden Glaubenssätze musst du ran, wenn du wirklich etwas verändern willst. Wenn du wirklich angstfrei in deine Geburt gehen möchtest.

Das Unterbewusstsein erreichst du mit Selbsthypnose.

Es gibt unterschiedliche Wege, dich deinen Ängsten zu stellen, sie anzugehen und wenn möglich verschwinden zu lassen. Ich bin überzeugt von der Technik der Selbsthypnose, denn mit ihr werden Glaubenssätze im Unterbewusstsein „umprogrammiert“ – zu etwas Positivem, zu etwas Kraftgebendem, zu etwas, was dich angstfrei in deine Geburt gehen lässt.

Keine Angst vor Selbsthypnose.

Der hypnotische Zustand ist ein Zustand, den du aus deinem Alltag kennst und in dem du dich mehrmals täglich befindest, sei es beim Autofahren, beim Sport, beim Aufwachen oder Einschlafen. Der Zustand der Hypnose ermöglicht dir, Glaubenssätze in deinem Unterbewusstsein umzuändern und zwar in die Richtung, die du dir wünscht. Alles, was während einer Hypnose passiert, ist das, was du möchtest und was du zulässt. Du brauchst also keine Angst vor der Hypnose haben – es wird nichts passieren, was du nicht möchtest.

Meistens reichen ein oder zwei Selbsthypnose-Sitzungen.

Wie effektiv und effizient Selbsthypnose wirkt, zeigt meine Erfahrung, dass in der Regel eine Sitzung völlig ausreicht, um die meisten Ängste in den Griff zu bekommen. Eine zweite Sitzung hat häufig den Effekt, dass sich die Angstbefreiung noch weiter verstärkt und festigt. Also wie du siehst, ist der (zeitliche) Aufwand wirklich gering, wenn wir davon ausgehen, dass eine Sitzung ca. 45 Minuten dauert.

Gib der Selbsthypnose zur Angstbefreiung eine Chance.

Wenn du dir also wünscht, angstfrei in deine Geburt gehen zu können und darüber hinaus auch deine Schwangerschaft angstfrei geniessen zu können, dann habe den Mut, Selbsthypnose auszuprobieren.

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